Satzung BVerV

Hinweis:

Die Satzung des BVerV wird derzeit überarbeitet. Bei der Mitgliederversammlung im Herbst soll eine neue Satzung beschlossen werden. Daraus werden sich auch neue Ziele des Verbands ergeben.

 

- Stand 1990 -

1. Name und Sitz des Verbandes

Der Verband führt den Namen „Bayerischer Versteigerer Verband e.V.“ und hat seinen Sitz in München. Er ist im Vereinsregister eingetragen. Die Anschrift ändert sich je nach Person des 1. Vorsitzenden.

2. Zweck des Verbandes

  1. Der Verband bezweckt die Wahrnehmung und Förderung der wirtschaftlichen, beruflichen und ideellen Interessen seiner Mitglieder und die Förderung des bayerischen Versteigerungsgewerbes durch freiwilligen Zusammenschluss von Versteigerern.
  1. Gutachten und Vorschläge an staatliche Organe zu richten, insbesondere bei Vorbereitung einschlägiger Gesetze und Verordnungen.
  1. Beratung, Unterrichtung und Unterstützung der Mitglieder in allen fachlichen, sowie einschlägigen finanziellen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen.

Eine auf Gewinnerzielung gerichtete Betriebswirtschaft durch den Verband ist ausgeschlossen.

3. Verbandsjahr

Das Verbandsjahr ist das Kalenderjahr.

4.  Mitgliedschaft und Mitglieder

Arten der Mitgliedschaft:

  1. Der Verband hat ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder.
  1. Ordentliche Mitglieder können natürliche Personen werden, die im Gebiet des Freistaates Bayern ihren Sitz haben und seit mindestens 5 Jahre eine lückenlose, selbständige Versteigerertätigkeit, bei mindestens einer Versteigerung pro Jahr nachweisen.

5. Erwerb der Mitgliedschaft

Die Aufnahme muss durch einen schriftlichen Antrag erfolgen, welcher an die Vorstandschaft gerichtet ist.

Der Antrag muss enthalten:

  1. Die näheren Angaben über die Person und deren Adresse
  1. Den Nachweis einer 5-jährigen selbständigen Tätigkeit (§ 4, Abs. 2 dieser Satzung)

Über die Aufnahme entscheidet die Vorstandschaft.

Bei Ablehnung kann der Bewerber bei der Mitgliederversammlung Beschwerde einlegen, die dann endgültig mit ¾ Stimmenmehrheit entscheidet.

Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Vorschlag der Vorstandschaft und die Mitgliederversammlung beschließt mit ¾ Stimmenmehrheit.

6. Pflichten der Mitglieder

Sämtliche Mitglieder haben die aus der Satzung – insbesondere aus der Zweckbestimmung – des Verbandes sich ergebenden Pflichten zu erfüllen. Sie sind verpflichtet die Bestrebungen und Interessen des Verbandes nach Kräften zu unterstützen. Die Mitglieder sind zur Befolgung der von den Verbandsorganen gefassten Beschlüssen und Anordnungen verpflichtet. Sämtliche Mitglieder sind mit Ausnahme der Ehrenmitglieder zur Beitragszahlung verpflichtet.

7. Rechte der Mitglieder

  1. Die Mitgliedschaft beginnt mit der Zahlung des ersten Jahresbeitrages.
  2. Jedes Mitglied hat nur eine Stimme und das Recht der Antragstellung an die Vorstandschaft und die Mitgliederversammlung.
  3. Zu Mitgliedern der Vorstandschaft und des Beirates sind alle Mitglieder wählbar.
  4. Jedes Mitglied ist berechtigt die jeweiligen Einrichtungen des Verbandes in erforderlichem Umfang in Anspruch zu nehmen.

8. Verlust der Mitgliedschaft

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung – wobei mindestens 2/3 der Mitglieder anwesend sein müssen – kann ein Mitglied aus dem Verband ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund dafür vorliegt.

Ausschlussgründe sind:

  1. Grobe Verstöße gegen die Satzung und die Interessen des Verbandes sowie gegen Beschlüsse und Anordnungen der Verbandsorgane.
  1. Schwere Schädigung des Ansehens des Verbandes.
  1. Unehrenhaftes Verhalten innerhalb und außerhalb des Verbandes.
  1. Nichtzahlung des Beitrages nach zweimaliger Mahnung.

Vor der Beschlussfassung ist dem betroffenen Mitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

Der Ausschluss ist dem betroffenen Mitglied durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen.

Gegen den Beschluss der Mitgliederversammlung steht dem Betroffenen keine Einspruchs- und Klagemöglichkeit zu.

9. Beitrag

Alle ordentlichen Mitglieder haben Jahresbeiträge zu bezahlen. Neu aufgenommene Mitglieder zahlen mit dem ersten Beitrag eine einmalige Aufnahmegebühr.

Die Höhe und der Zeitpunkt der Fälligkeit des Beitrages, sowie die Höhe der Aufnahmegebühr, setzt die Mitgliederversammlung fest.

Mitglieder, welche den Beitrag nach Fälligkeit nicht entrichtet haben, werden gemahnt. Nach zwei erfolglosen Mahnungen können sie ausgeschlossen werden (§ 8 dieser Satzung).

10. Umlagen

Die Mitgliederversammlung kann in besonderen Fällen die Erhebung einer Umlage beschließen.

11. Austritt

Die Mitgliedschaft kann durch schriftliche Erklärung zum Jahresende gekündigt werden. Die Kündigung muss der Vorstandschaft spätestens zum 30. September zugestellt werden. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche an den Verband.

12. Gliederung des Verbandes

Die Gliederung des Verbandes sind:

  1. Die Vorstandschaft
  1. Die Mitgliederversammlung

Die Ämter der Vorstandschaft sind Ehrenämter und persönlich auszuüben.

13. Vorstandschaft

Die Vorstandschaft besteht aus:

  • Dem 1. Vorsitzenden
  • Dem 2. Vorsitzenden
  • Dem Kassenwart
  • Dem Schriftführer

Die Vorstandschaft wird von der ordentlichen Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Scheidet ein Mitglied der Vorstandschaft während seiner Amtsdauer aus, so wählt die Vorstandschaft einen Ersatzmann bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung.

Die Mitglieder der Vorstandschaft können während ihrer Amtszeit von der Mitgliederversammlung mit ¾ Stimmenmehrheit abgewählt werden.

14. Obliegenheiten der Vorstandschaft

  1. Der Vorstandschaft obliegt die Leitung des Verbandes nach Maßgabe der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
  1. Die Vorstandschaft kann für die Behandlung besonderer Fragen Ausschüsse bilden und Berichterstatter bestimmen.
  1. Die Vorstandschaft setzt Zeit, Ort und Tagesordnung der Mitgliederversammlung fest.
  1. Die Mitglieder der Vorstandschaft haben die zu ihrer Kenntnis gelangten Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse der Mitglieder auch nach Beendigung ihrer Ämter geheim zu halten.
  1. Der Kassenwart verwaltet das Verbandsvermögen und hat am Schluss des Geschäftsjahres die Schlussrechnung vorzunehmen. Er erstattet ferner der ordentlichen Mitgliederversammlung den Jahresrechnungsbericht.

15. Obliegenheit des Vorsitzenden

Der 1. Vorsitzende des Verbandes ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Er vertritt den Verband gerichtlich und außergerichtlich. Er beruft ein und leitet die Sitzungen der Vorstandschaft, sowie der Mitgliederversammlung und hat Sitz und Stimme in allen Ausschüssen.

16. Sitzungen und Beschlüsse der Vorstandschaft

Die Sitzungen der Vorstandschaft finden an dem, vom Vorsitzenden zu bestimmenden Ort statt.

Auf schriftlichen Antrag zweier Vorstandsmitglieder muss eine Sitzung einberufen werden.

Alle Abstimmungen erfolgen mit Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden.

17. Niederschriften

Über jede Mitgliederversammlung und jede Sitzung des Vorstandes ist eine Niederschrift aufzunehmen, die das Beratungsergebnis wiedergibt.

Diese Niederschriften sind vom Leiter der Mitgliederversammlung bzw. Sitzung zu unterzeichnen und beim Verband aufzubewahren.

18. Geschäftsführung

Der Verband hat eine Geschäftsstelle für die laufenden Geschäfte einzurichten. Sie muss nicht identisch mit dem Sitz des Verbandes sein. (vergleiche § 1 dieser Satzung).

19. Mitgliederversammlung

  1. Einmal im Verbandsjahr muss eine ordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden.
  1. Die Vorstandschaft kann außerordentliche Mitgliederversammlungen, soweit ihr dies erforderlich erscheint, einberufen. Sie ist verpflichtet eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn ein Drittel der Mitglieder unter Angabe des Grundes schriftlich darum nachsucht.
  1. Der Beschlussfassung der ordentlichen Mitgliederversammlung unterliegen insbesondere:

a) Wahl der Vorstandschaft (alle zwei Jahre)

b) Genehmigung des Kassen- und Jahresberichtes

c) Die Festsetzung der Jahresbeiträge und der Aufnahmegebühr

d) Entlastung der einzelnen Mitglieder der Vorstandschaft

e) Satzungsänderungen

f) Anträge

  1. Satzungsänderungen bedürfen der ¾ Stimmenmehrheit der erschienenen Mitglieder.
  1. Mitgliederversammlungen sind mindestens zwei Wochen vorher einzuberufen und  zwar stets mittels schriftlicher Einladung und gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung.
  1. In der Mitgliederversammlung kann nur über solche Angelegenheiten Beschluss gefasst werden, die zu diesem Zwecke auf die Tagesordnung gesetzt sind, oder die im Laufe der Versammlung durch den Beschluss die Mitgliederversammlung zu Tagesordnungspunkten gemacht werden.
  1. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
  1. Alle Beschlüsse, mit Ausnahme der Satzungsänderungen werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst.
  1. Alle Wahlen erfolgen durch geheime Abstimmung in getrennten Wahlgängen. Andere Abstimmungen werden in der vom Vorsitzenden vorgeschlagenen Form durchgeführt, falls die Versammlung nichts anderes beschließt.

20. Auflösung des Verbandes

Die Auflösung des Verbandes kann nur von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.

Zur Beschlussfassung bedarf es der Ankündigung durch eingeschriebenen Brief an alle erreichbaren, stimmberechtigten Mitglieder unter Einhaltung einer Frist von einem Monat. Der Verband wird aufgelöst wenn ¾ der Mitglieder anwesend sind. Diese beschließen mit ¾ Stimmenmehrheit. Im Falle einer Nicht-Beschlussfähigkeit muss innerhalb von vier Wochen eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden. Diese beschließt mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

Für den Fall der Auflösung des Verbandes werden der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende und der Kassenwart zu Liquidatoren bestellt. Die Rechte und Pflichten richten sich nach § 47 ff. BGB.

Über die Verwendung des Verbandsvermögens entscheidet die letzte Mitgliederversammlung.

Der Vorsitzende hat die Auflösung des Verbandes beim Vereinsregister Amtsgericht München zu melden.

 

 

Augsburg, den 16. Mai 1988

Eingetragen im Vereinsregister unter Aktenzeichen: VR 4538 am 3. April 1989

München, den 3. April 1989

Amtsgericht München Registergericht